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Interview mit Christoph Jenni, Designer für Maxdesign

1-      Wie die Zusammenarbeit mit Maxdesign begann?

Die Zusammenarbeit begann als ich bei Hannes Wettstein arbeitete. Ich war, unter Leitung von Hannes und This Weber für die Projekte von Maxdesign zuständig.

Als ich mich selbstständig gemacht habe setzte sich die Zusammenarbeit fort, das erste Projekt das entstand war Betty.

2 – Welchen Unterschied haben Sie zwischen der Zusammenarbeit mit Unternehmen auf der ganzen Welt und mit einem Italiener gesehen?

Generell unterscheidet sich die Art zu arbeiten nicht gross. Natürlich haben die jeweiligen Länder unterschiedliche kulturelle Hintergründe, daraus ergeben sich jeweils andere vor und Nachteile.

3 – Was hat Ihnen an Maxdesign gefallen?

Massimo und ich kennen uns nun seit vielen Jahren, darum arbeiten wir sehr informell zusammen. Wenn ein neues Projekt entsteht besprechen wir was zum jeweiligen Zeitpunkt das richtige Produkt sein könnte.

In anderen Fällen bin ich bei der Entwicklung des Briefings weniger stark involviert.

4 – Erzählen Sie uns von der Max-Kollektion, wirklich etwas Einzigartiges und Originelles. Welche Logik ist der Leitfaden?

Die Max Kollektion hat mehrere wichtige Eigenschaften. Das erste Ziel war eine Kollektion zu entwickeln die möglichst breit ist, also alle üblichen Anwendungen auf einen Schlag abdeckt. Das war ein sehr wichtiger Startpunkt, damit wir verhindern konnten Probleme zu bekommen, wie sie zu erwarten sind, wenn ein Teil nach dem anderen entwickelt wird, anstelle einer ganzen Kollektion auf einmal.

Der zweite Punkt war der Anspruch eine möglichst ökologische Produktfamilie zu erschaffen. Max ist komplett aus recyceltem Kunststoff hergestellt. Darüberhinaus haben wir auch eine Version aus Kunststoff mit 30% Sägespäne hergestellt wird. Darauf sind wir sehr stolz.

Der letzte Punkt betrifft die Ästhetik. Das Ziel war eine möglichst langlebige, reduzierte Formensprache zu haben, die Max erlaubt in allen möglichen Situationen und Umgebungen eingesetzt zu werden.

5 – Glauben Sie, dass Made in Italy nach wie vor ein wichtiger Wert in der Designwelt ist?

Ja klar!

6 – Was sind die großen Meister des Designs, die Sie beeinflusst haben?

Hannes Wettstein, als erster, weil ich einige Zeit direkt mit ihm zusammengearbeitet habe

  • Achile Castiglioni
  • Ray e Charles Eames
  • Alberto Meda
  • Bouroullec
  • Konstantin Grcic
  • Cini Boeri

Und viele mehr, ich müsste 20 Stück aufzählen…

7 – Sie haben auch mit einer anderen italienischen Firma gearbeitet, Colos. Magst du italienischen Stil?

Ich glaube nicht an einen italienischen Stil an sich, der Stil aller Länder variiert heute sehr stark.

Aber ich bewundere einige italienische Designer sehr.

8 – Pläne für die Zukunft?

Ja, ich kann sagen das 2019 einige Neuigkeiten bringen wird. Aus logischen Gründen kann ich dazu nicht mehr sagen.

Christoph Jenni wurde 1976 in Rio de Janeiro, Brasilien, als Sohn von Schweizer Immigranten geboren. Nach dem Umzug in die Schweiz studierte er Industriedesign an der FHNW in Aarau. Bis 2010 war er ein Möbeldesigner im Studio Hannes Wettstein in Zürich, bevor er sein eigenes Studio in Bern öffnete. Christoph beschreibt seine Arbeit als eine Synthese seines brasilianischen Erbes und der schweizerischen Bildung, kombiniert mit der Akribik eine formell ruhige Erfahrung, die er bei der Arbeit für Hannes Wettstein gemacht hat.

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