Grödner Holzschnitzerei

Grödner Holzschnitzerei

Gröden, das geschichtlich traditionsreiche Tal, besticht mit seinen dichten Wäldern, weiten Wiesen und Almen und ist umgeben von den schönsten Bergen der Welt. In dieser malerischen Umgebung finden die kleinen Dörfer des Tales ihren Platz und erstrahlen in der Schönheit der typischen Grödner Architektur. St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein sind nur der Anfang auf der Erkundungstour durch diese unvergleichlich schöne und einmalige Gegend.

Geschichte                                                                                                                                                                             

Die Tradition der Holzschnitzerei entstand im Laufe der Jahrhunderte in verschiedenen Alpentälern, sowohl nördlich wie auch südlich des Alpenkamms – gefördert vom reichlichen Vorhandensein des Werkstoffs Holz in der Natur und den langen Winterabenden mit der Familie in der Stube.

Weit über die Grenze Südtirols bekannt sind die Holzschnitzer aus dem Grödner Tal, wo dieses Handwerk um 1600 entstand. Zuerst wurden Werkzeuge, Gebrauchsgegenstände, Spielzeuge, später auch künstlerisch wertvolle Arbeiten hergestellt.

Holz

Das Holz aus den Bergwäldern eignet sich am besten für das Handwerk des Schnitzens. Stamm für Stamm wird es in dicke Bretter geschnitten, die anschließend zu kleineren Holzblöcken verarbeitet werden. Die Größe der Blöcke richtet sich dabei nach der Größe der Skulptur, die aus ihnen geschnitzt werden soll.

Der Holzschnitzer nachwuchs wird in den Berufsschulen und an den Kunstschulen von St. Ulrich und Wolkenstein von Meistern ausgebildet.

wahre Kunstwerke, geschaffen mit der kreativen Kraft des Einzelnen, immer wieder neu und anders. Diese Modelle werden anschließend in Bronze gegossen, um dann von den Handwerkern am Pantografen vervielfältigt zu werden.

Die Vielfalt der Meister

Heute reichen ihre Kunstwerke von sakralen – Kruzifixe, Heligenfiguren, Madonnen, Krippenfiguren – und profanen, bis zu den rein dekorativen Themen. Die meisten Holzschnitzer und Bildhauer aus dem Grödner Tal fertigen ihre Werke in Handarbeit, wobei ihre Werkzeuge noch immer dieselben sind: Stemmeisen, Schnitzmesser und Schlegen, die dem Werkstoff Holz Leben und Form geben.

Die Krippe                                                                                                                                                           

Als Hauptmotiv der Grödner Schnitzkunst wird die Krippe heute in vielen Stilarten ausgeführt: von klassisch traditionell bis modern. Eine Krippe aus dem Grödner Tal ist ein wertvolles Familiengut, das man Jahr für Jahr mit weiteren Figuren ergänzen und schließlich in der Familie weitergeben kann.

Die Werke, die in reiner Handarbeit entstanden sind, unterscheiden sich von den maschinell gefertigten durch eine Metallplakette, eine Schutzmarke, die von der Bozener Handelskammer vergeben wird. Sie erhalten auch von einem Experten der Handelskammer ein entsprechendes Zertifikat.

Links-Empfehlung:

Quelle: Bilder GARDENA ART