Bugatti, Carlo

Bild Kunstschreiner

Zu wirklicher Berühmtheit sind eigentlich erst Carlo Bugattis Sohn Ettore und sein Enkel Jean gelangt, die im 20. Jahrhundert als Automobilkonstrukteure und Rennfahrer Furore machten. Senior Bugatti tischlerte zwischen 1880 und 1904, zunächst reich verzierte Kunststücke, die anfangs oft als "maurisch" und "originell" beschrieben wurden, um die Jahrhundertwende dann vom Jugendstil beeinflusste Möbel. Höhepunkt seiner Karriere wurde die Internationale Kunstgewerbe-Ausstellung 1902 in Turin, auf der er den Ehrenpreis erhielt. Seine Einrichtungen, darunter der "Schneckenraum" mit gold- und rot bemalten, pergamentbezogenen Möbeln, fanden großes Echo bei der Fachpresse. Bugatti sicherte sich mit seinen kunstvollen Intarsienarbeiten im Reigen seiner Kollegen Henry van de Velde, Antonio Gaudí, Charles Rennie Mackintosh und Peter Behrens einen besonderen Platz. Sein Stil war so gefragt, dass in der Nachfolge unzählige Möbel im "genre Bugatti" entstanden. 1904 gab er das Tischlerhandwerk auf und widmete sich Fertigung von Silberwaren und der Malerei.

* 1856: Mailand
- 1940: Dorlisheim (Bas-Rhin)

- 1888: eigenes Atelier; Teilnahme Kunstindustrie-Ausstellung Mailand (ebenso Internationale Ausstellung Antwerpen, Amsterdam und Turin, 1894, 1895 und 1902)
- 1900: Silbermedaille auf der Weltausstellung, Paris
- 1902: Teilnahme an der Internationalen Kunstgewerbe-Ausstellung, Turin
- 1904: Umzug nach Paris
- 1910: wendet sich der Malerei zu

Produkte
- 1900: Möbel für den Palast des Khediven in Istanbul
- 1902: Schneckenraum, Turin
- 1904: Tafelsilber


Design Beispiel: Möbelentwürfe für die Mailänder Kunstindustriemesse


Design Beispiel

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